Tag 3: Tier-Überfall
Um 4.00 Uhr früh bin ich aufgewacht, da es an meinem ganzen Körper anfing zu krabbeln – eine Ameisen-Invasion hatte mich überfallen. Doch die Nacht ging dann auch sehr turbulent weiter, da mein Zimmernachbar Matthias sehr viele Transfers vom Flughafen organisieren musste und sein Handy im 10-Minutentakt klingelte. (In dieser Nacht sind übrigens auch die Segler angekommen.)
Als ich dann das Fenster aufgemacht habe, wäre fast ein Affe in mein Zimmer gesprungen. Die Vögel hier sehen aus wie Drachen und fliegen locker 400-700 Meter, weit höher als die meisten Vögel in Österreich. Möwen gibt´s hier irgendwie keine.
Wir wohnen einen kurzen Fußmarsch vom Österreich-Haus entfernt und auf dem Weg dahin hat man gemerkt, dass das neue Gesetz, Leute über den Zebrastreifen zu lassen, sehr gut funktioniert (fast so wie in Österreich). Auf unserer Straße war sehr viel los, weshalb ein Taxifahrer seine Hand rausgestreckt und einfach den Verkehr für uns aufgehalten hat. Wir werden sehr oft angesprochen und herzlich empfangen, am Flughafen schon und auch an der Copacabana.
Damit wir auch wissen, wo was ist, geht es auf der „Revenue Tour“ heute quer durch Rio. First Stop: das Maracanã-Stadion. Wenn etwas die Brasilianer ebenso zusammenhält wie teilt, ist es der Fußball. Das Maracanã ist durch einige Modernisierungen und aktuell 55.000 Sitzplätze eines der größten Fußballstadien der Welt.
Barra di Tijuca war unser zweiter Stop. Hier finden die meisten Wettbewerbe statt. Vor ein paar Jahren war hier nur Sand und Gras, das hab ich mir von Einheimischen sagen lassen. Im Olympic Park und im Olympic Village haben sich alle Länder auf Ihren Balkonen auf kreativste Art und Weise mit Ihren Fahnen identifiziert. Das Rio Centro, ein schon bestehender Komplex wird außer für die Olympischen Spiele für diverse Messen und Veranstaltungen genutzt.
Unsere Endstation – das Highlight unseres Tages – war das weltberühmte Wahrzeichen Pão de Açúcar, zu deutsch „Der Zuckerhut“. Es liegt auf 400 Meter Höhe.


